Vorstellung Coach Capricious

Hallo Derbyfreunde,

am heutigen Halloween 🎃 möchten wir die Chance nutzen und euch unseren Trainer „Coach Capricious“ vorstellen und damit auch gleichzeitig ein großes Lob vom ganzen Team aussprechen.
Coach, du bist super und machst einen großartigen Job. Du hast dich sportlich für uns stetig weitergebildet und machst so viel für uns und den Verein. Du forderst uns in den Trainings und trotzdem haben wir alle Spaß. Wir haben in der letzten Zeit sehr viel dazugelernt. Durch dich hat sich unsere Technik und Taktik extremst verbessert.
Du lebst für diesen Sport und hast für alle immer ein offenes Ohr.
Wir sind stolz darauf, dass du unser Coach bist uns sagen Danke für all das!!!
Nun hat unser Coach das Wort, allen Derbyfans wünschen wir ein schaurig, schönes Halloween 🎃👻:

Vor sehr, sehr langer Zeit habe ich mich mit meinen Freunden im Stadtteil regelmäßig auf einem Schulhof in Oberhausen Lirich getroffen. Dort haben wir dann auf Rollschuhen mit Schlägern aus dem Feldhockey oder dem Eishockey und Tennisbällen Spiele gegen andere Jugendliche gespielt.
Helme und komplette Schutzausrüstungen hatten wir damals noch nicht. Das war alles sehr abenteuerlich und improvisiert.
Trotzdem haben wir uns nur recht selten verletzt und hatten viel Spaß am Rollen.
Auch den Rollschuhboom der 80er habe ich als Jugendlicher erlebt und habe auch den „Rollerdrom“ am Bero-Center besucht.

Als ich dann etwas älter wurde habe ich mich in der Tanzschule rumgetrieben, mit Kung Fu angefangen und später Trainerscheine in den Bereichen Sportklettern, Tauchen und Rettungsschwimmen gemacht.
In meinem Job in der Jugendarbeit sind mir dann immer wieder Inliner begegnet und ich habe Inlinersicherheitstrainings für Jugendgruppen und in der Schule angeboten.
Die Rollschuhe wurden erstmal an den Nagel gehängt und durch Inliner ersetzt, die dann staubig wurden.

Als dann mein ältester Sohn bei den Piranhas Oberhausen mit dem Inline-Skaterhockey anfing und später zu den Fireballs wechselte wuchs mein Interesse für den Rollsport.
Ich bin zunächst in den Vorstand der Fireballs eingestiegen und habe beim Training der Hobbymannschaft die Grundlagen des Inline-Skaterhockey gelernt.
Später konnten wir dann einen gebuchten und bezahlten Platz beim Trainerlehrgang nicht besetzen. Ich machte also ein Praktikum beim erfahrenen Trainer meines Sohnes und fuhr mit unseren Jungtrainern zum Trainerlehrgang. So konnte ich dann immer einspringen, wenn ein Trainer gebraucht wurde.

Mit dem Umbau der Pflugbeilarena 2015 und der Fusion von Piranhas und Fireballs zu einer großen „Inline-Skaterhockey-Abteilung“ des SC Buschhausen, wurde dann die Idee Rollerderby zu spielen an uns als Vorstand herangetragen. Man suchte einen Trainer, der den Frauen die Grundlagen des Rollens beibringen sollte. So bin ich dann als „Rollschuhlauftrainer“ zur neu entstehenden Rollerderbymannschaft gekommen und irgendwie hängen geblieben.
Der Umstieg von den Inlinern auf Rollschuhe hat gut funktioniert und bis auf einen kleineren Bruch im Handgelenk und diverse Prellungen wenig körperlichen Schaden angerichtet.

Von meiner Mannschaft habe ich den Derbynamen „Coach Capricious“ bekommen. Die Spielernummer 10 ist auch die Spielernummer meines ältesten Sohnes.
Trotz meines fortgeschrittenen Alters bin ich nämlich immer bereit und in der Lage, neue und besondere Sportarten nicht nur auszuprobieren, sondern mich auch soweit einzuarbeiten, dass ich mein Wissen als Trainer weitergeben kann.
Die Mannschaft profitiert davon, dass ich Elemente aus vielen unterschiedlichen Sportarten mit in das Rollerderbytraining einbauen kann.
Mit dem Besuch von unterschiedlichen Lehrgängen (Bielefeld, Düsseldorf, Erfurt) konnte ich meine Trainerkompetenz erweitern. Der Einsatz als NSO festigt meine Regelkenntnisse und mein Spielverständnis.

Rollerderby ist für mich nicht nur sportlich eine besondere Herausforderung.
Die „Frauenmannschaft“ fordert auch meine beruflichen Kompetenzen als Sozialarbeiter, Supervisor und Mediator.
Ich bin ein ehrgeiziger Mensch und möchte 2019 mit den Mine Monsters in den Bundesligabetrieb einsteigen und meine Kompetenz als Trainer und Spieler weiterentwickeln.

Rollerderby hat mich bisher viel Zeit, Energie und Geld gekostet. Die unvergleichliche Gemeinschaft und die breite Unterstützung im bunten und bundesweiten Netzwerk der Aktiven wiegt das aber alles mehr als auf.

Berge und Wasser müssen nun auf mich warten, bis ich mich nicht mehr wohl auf Rollschuhen fühle. Das wird hoffentlich noch lange dauern…